7 Gedanken zu “Wahlprüfsteine

  1. Pingback: Wahlprüfsteine 2013 | Kita-Volksinitiative

  2. Ich habe den Eindruck, dass sich keine einzige Partei so richtig festlegen will. Manche Maßnahmen sind so komisch formuliert, dass man gar nicht weiß, was damit gemeint ist. Alle streben irgendwas an, aber immer unter Vorbehalt. Statt neuer Modelle oder Projekte sollten sie den Personalschlüssel erhöhen, auch wenn das sicher die teuerste Maßnahme wäre.

  3. Wenn man sich die Wahlprüfsteine der einzelnen Parteien ansieht, erkennt man schon deutlich, dass CDU und FDP nur die wirtschaftliche Seite (Betriebskindergärten) sehen und gar kein Interesse an einem wirklichen Ausbau der Krippenplätze haben (Siehe Betreuungsgeld zu Beispiel). Währenddessen haben gerade die SPD („Personalschlüssel in Krippen verbessern“) und auch die Grünen konkrete Vorstellungen darüber, wie der Krippenausbau aussehen soll!

  4. Nun ja Phil. Obwohl ich Deine politische Sicht teile, finde ich die SPD mit ihren Aussagen auch nicht gerade sehr konkret und auch die Grünen machen viele ihrer Pläne von bundespolitischen Veränderungen/Entscheidungen abhänging. Trotzdem geht es natürlich gar nicht, dass die CDU eine Verbesserung der Qualität in Krippen allein durch die Erhöhung der Landesfinanzhilfe bewirken möchte. Wer sagt denn, dass die Kommunen die eingesparten Mittel in die Qualität investieren werden? Ohne Verpflichtung und Änderungen im KitaG wird es nicht gehen. Schaumschlägerei! Aber am schlimmsten finde ich ja immer diese volkswirtschaftlichen Begründungen für die Notwendigkeit frühkindlicher Bildung, die man derzeit überall hört und liest. Die Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung muss verbessert werden, damit es unseren Kindern gut geht und nicht etwa, weil wir zukünftige Architekten, MINT-Fachleute oder unser späteres Pflegepersonal heranzüchten möchten. Die Kinder sind nicht UNSERE Zukunft sondern ihre eigene – und die ist hoffentlich glücklich! Fangen wir also in den Kitas damit an! (Sorry – wurde lang)

  5. Ja, das sehe ich auch so, vielfach geht es leider nur um die wirtschaftliche Verwertbarkeit durch Bildung und nicht, dass es ja eigentlich Ziel von Bildung sein sollte, selbstständig-kritisch denkende Menschen zu bilden und zu erziehen 😉
    Ich denke, die SPD hat in ihrem Wahlprogramm relativ konkrete Vorstellungen verfasst, wie sich die Kita-Situation in Niedersachsen verbessern wird, wenn es Rot-Grün schafftt

    aus dem SPD-Wahlprogramm:
    Eine SPD-Landesregierung will deshalb:
    • den Ausbau von Krippen am tatsächlichen Bedarf orientieren,
    • ein Konzept zur Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern vorlegen,
    • den Personalschlüssel in Krippen landesweit flächendeckend verbessern. Wir werden
    schrittweise sicherstellen, dass es zum Standard in jeder Kommune gehört, in den
    Krippengruppen für maximal fünf Krippenkinder jeweils eine Erzieherin oder einen
    Erzieher einzusetzen,
    • Kita-Gruppengrößen für Kinder von drei bis sechs Jahren reduzieren,
    10
    • die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule stärken,
    • die Inklusion auch in der frühkindlichen Bildung umsetzen.

    Das ist doch gar nicht so schlecht!

  6. Und die FDP schreibt in den Wahlprüfsteinen: „Wir wollen uns in der kommenden Legislaturperiode dafür einsetzen, dass der Betreuungsschlüssel gesenkt wird. Wir kämpfen für unsere Krippen um eine Senkung auf 1 zu 5 und für unsere Kindergärten auf 1 zu 7. “ Das ist doch auch nicht so schlecht! Glauben tue ich es aber trotzdem nicht. Geht mir bei allen anderen Parteien ebenso.

  7. Ich finde, wenn man sich die Ziele der Parteien anguckt, ist da überhaupt nichts schlechtes dabei. Aber was davon wird wirklich umgesetzt? Die Parteien planen mit Geldern, die es möglicherweise gar nicht geben wird. Sie müssten sich m.E. eindeutig positionieren und z.B. sagen, wir verdoppeln den Bildungshaushalt im Laufe der nächsten 5 Jahre, wir ändern das Kita-Gesetz und verbessern die Fachkraft-Kind-Relation.

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