PRESSEMITTEILUNG: Kita-Volksinitiative fordert ganzheitlichen Bildungsbegriff

NDS Landtag

Die Zusage der niedersächsischen Landesregierung, die frei werdenden Mittel aus dem BaföG in die Qualität der frühkindlichen Bildung zu investieren, wird aktuell von einigen niedersächsischen Hochschulen beklagt. Der Ministerpräsident hatte den Vertreterinnen und Vertretern der Kita-Volksinitiative zuvor schriftlich zugesagt, dass die Mittel in den dringend zu verbessernden Personalschlüssel in Krippen verwendet werden sollen.

„Wir haben keinerlei Verständnis für diese unsolidarische Haltung der Hochschulen“, erklärt Thomas Müller, Kita-Leiter aus Hannover und Initiator der Kita-Volksinitiative, „Bildung muss ganzheitlich gedacht werden und sie fängt im frühkindlichen Bereich an – das sollten auch die Hochschulpräsidenten wissen. Krippen und Kitas sind die Basis für alles, was später im Bildungssystem auf die Kinder zukommt. Darum freuen wir uns über die schriftliche Zusage des Ministerpräsidenten, die frei werdenden Mittel in die dritte Kraft für Krippen zu investieren.“ Die Hochschulen hatten in diesem Jahr bereits die Zusage bekommen, dass von den 6 Milliarden Euro Investitionen in Bildung durch den Bund allein 5 Milliarden für Schulen und Hochschulen zu Verfügung ständen. Zudem bekommen die Hochschulen bereits ihre Mittel aus früheren Studiengebühren zu 100 % vom Land Niedersachsen erstattet. „Gerade vor diesem Hintergrund finde ich die Beschwerde der Hochschulen fragwürdig“, so Müller weiter.

Die Kita-Volksinitiative hatte im September 2013 weit über 100.000 gültige Unterschriften (70.000 waren benötigt) bei der Landeswahlleiterin eingereicht und war fortan in den Dialog mit der Landespolitik gegangen. „Wir benötigen diese Verbesserung im Personalschlüssel dringend“, beschreibt Thomas Müller das Ergebnis der Volksinitiative, „und wir sind froh, dass diese Botschaft in der Landespolitik angekommen ist und nun eine konkrete Maßnahme ansteht. Den Hochschulen empfehle ich, mal einen Blick über den Tellerrand zu wagen und zu schauen, wie es in der frühkindlichen Bildung aussieht. Wir erwarten die Umsetzung der Ankündigung des Ministerpräsidenten.“

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