PRESSEMITTEILUNG – Kita-Volksinitiative: „Bundesministerin Wanka sollte dritte Kraft in Niedersachsen begrüßen!“

Landtag

Den jüngsten Berichten zufolge kritisiert die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU), den niedersächsischen Weg, die frei werdenden Mittel aus dem BaföG in die dritte Kraft für Krippen zu investieren. Die Kita-Volksinitiative hat dafür kein Verständnis.

„Frau Wanka war selbst einst Landesministerin in Niedersachsen und sollte eigentlich wissen, wie es hier vor Ort um den frühkindlichen Bereich steht. Nach dem quantitativen Ausbau muss nun dringend in die Qualität investiert werden“, betont Werner Massow von der Kirchengewerkschaft Niedersachsen, Initiator der Kita-Volksinitiative, „in Niedersachsen haben sowohl Regierungs-, wie auch Oppositionsfraktionen erklärt, dass ihnen die Umsetzung der dritten Kraft wichtig ist und jetzt kommt die Bundesbildungsministerin und versucht, diesen wichtigen Schritt zu verhindern. Das werden wir so nicht hinnehmen.“

„Wir unterstützen nach wie vor ausdrücklich den Weg der niedersächsischen Landesregierung, die frei werdenden BaföG-Mittel in die dritte Krippenkraft zu investieren. Das hat aus unserer Sicht auch nichts mit Zweckentfremdung zu tun – im Gegenteil: Bildung fängt nicht erst in der Schule oder Hochschule an, sondern sehr viel früher. Von guten Voraussetzungen in den Krippen und Kitas profitieren später letztlich auch die Schulen und Hochschulen“, ergänzt Kita-Leiter Thomas Müller, ebenfalls Initiator der Kita-Volksinitiative, „diese Realität sollte auch Frau Wanka zur Kenntnis nehmen und dementsprechend ihre Position überdenken.“

Massow und Müller sind sich einig: „Die Umsetzung der dritten Kraft mit dem von SPD und Grünen vorgeschlagenen Schlüssel 1 zu 5 in den Krippen ist ein großer und wichtiger Schritt für Niedersachsen. Wir erwarten, dass nicht nur SPD und Grüne als Regierungsfraktionen, sondern auch die CDU als stärkste Oppositionsfraktion ihrer früheren Ministerin deutlich macht, dass sie mit ihrer Position der frühkindlichen Bildung in Niedersachsen schadet. Wir fordern Frau Wanka auf, den niedersächsischen Weg zu unterstützen.“

 

Ein Gedanke zu “PRESSEMITTEILUNG – Kita-Volksinitiative: „Bundesministerin Wanka sollte dritte Kraft in Niedersachsen begrüßen!“

  1. Bei jungen Kindern werden Erfahrungen in erster Instanz emotional abgespeichert – Bildung wird also mit Gefühlen verknüpft – darum braucht Bildung Beziehung. Beziehung braucht Augenhöhe und die Chance diesen kleinen Menschen die entsprechende „Zu“ Wendung zu ermöglichen.
    Bei dem heutigen Krippenschlüssel ist das kaum möglich. Durch die permanente Präsenz und Hochleistung meiner Mitarbeiter, kämpfen wir außerdem ständig mit Krankheit konkludierend aus Erschöpfungszuständen.
    Qualität erzielt man nicht bei Minimumstandards – Partizipation und demokratische Erziehung ebenfalls nicht.

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