Geschafft! – Landeswahlleiterin bestätigt Erfolg der Kita-Volksinitiative

Heute vormittag um 11 Uhr wurde den InitiatorInnen und Aktiven der Kita-Volksinitiative das offizielle Schreiben über den Erfolg der Volksinitiative durch die Landeswahlleiterin, Ulrike Sachs, überreicht.

Viele Vertreterinnen und Vertreter der Presse waren gekommen. Frau Sachs bestätigte, dass das notwendige Quorum von 70.000 Unterschriften für die Initiative deutlich überschritten wurde. Zusammen mit den Unterschriften, die leider nach Ablauf der Frist erst im Kampagnenbüro eingegangen sind, wurden weit über 110.000 Unterschriften gesammelt. Das ist ein großer Erfolg und zeigt deutlich, dass es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt, die nicht nur die niedersächsische Kultusministerin, sondern die gesamte Landesregierung sensibilisieren und zur Umsetzung der Forderungen anspornen muss.

Hier einige Bilder von der Übergabe des Erfolgsschreibens:

Fachtagung „Erziehung im Wandel oder Wandel der Erziehung“

Vom 18. bis 20. September des Jahres fand im Rahmen des 8. Uelzener Forums in Uelzen die Fachtagung „Erziehung im Wandel oder Wandel der Erziehung“ statt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen beschlossen zum Ende der Tagung die folgende

 

Resolution

 

In Vorträgen und Workshops berieten die Fachkräfte, mehrheitlich aus Kitas, aber auch anderen Felder der Kinder- und Jugendhilfe, wie die Fachkräfte und Institutionen den sich wandelnden Herausforderungen in dieser Gesellschaft gerecht werden können. Dabei ist wieder einmal sehr deutlich geworden, dass die Kinder- und Jugendhilfe den Anforderungen unter den derzeitig gegebenen Rahmenbedingungen nur bedingt gerecht werden kann.

Kindertageseinrichtungen und auch andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können ihren Auftrag nur dann erfüllen, wenn den Kindern gut qualifizierte Erwachsene und aktivierende Konzepte in einem anregend ausgestatteten Umfeld zur Verfügung stehen.

Dazu bedarf es Rahmenbedingungen, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, den Anforderungen des KitaG und des Orientierungsplanes auch in der Realität gerecht zu werden. Aufwendungen für vorschulische Bildung sind nicht als Kosten, vielmehr als essentielle Investitionen in die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu betrachten. 

Gute frühkindliche Bildung und Erziehung  ist die Voraussetzung für schulisches Lernen und die Grundlage für teamorientiertes, selbständiges und selbstverantwortliches Denken und Handeln, mithin Basiskompetenzen, die von  Unternehmen zunehmend gefordert werden.

Als Ergebnis der intensiven und vielfältigen Thematisierungen bitten wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung, die Landesregierung eindringlich:

 

–       Nehmen Sie die Erkenntnisse von „Kinder sind mehr Wert“, der „Volksinitiative“ sowie des  „nifbe“ auf und verstehen jede Investition in Mädchen und Jungen als zentralen Beitrag zu Infrastrukturinvestitionen und zum gelingenden guten Leben in Land und Stadt.

 

–              Die Gerechtigkeitslücke muss in Niedersachsen für alle deutlich verkleinert werden, der weitere Ausbau der Elementarpädagogik und die Aufwertung der Erziehungsarbeit sind unverzichtbar.

 

–                    Genauso wie beim Kita- und Krippenausbau muss es nun endlich einen Zeitplan geben, in dem auch die Rahmenbedingungen so geschaffen werden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrer Aufgabe voll gerecht werden können. Dies liegt, genauso wie der Rechtsanspruch auf einen Krippen- oder Kitaplatz, im gesamtgesellschaftlichen Interesse und darf nicht an der Finanzierung scheitern.

 

–                 Das Thema des 1. Uelzener Forums aus dem Jahr 1999  bleibt Programm: „Wir gestalten positiv den Wandel von Bildung, Erziehung und Betreuung, damit der Wandel der Gesellschaft in Niedersachsen zukunftsorientiert gelingt und neuen Aufwind gewinnt.

 

Erzieher/innen, Leiter/innen und alle Akteur/innen des Forums sind sich einig und aktiv bereit, solche qualitativen großen und kleinen Wege mitzugestalten, brauchen dafür aber einen klaren politischen Rückenwind und positive öffentliche Anerkennung.

Gleiches gilt sicher für die Kommunen, Landkreise, Eltern und Träger von Kinderinstitutionen und Gestalter/innen von Bildung, Erziehung und Betreuung für ganz Niedersachsen, deren vielfach hohes Engagement seit langem darauf abzielt, allen niedersächsischen Kindern nicht nur quantitative, sondern vor allem auch qualitativ hochwertige Angebote zu machen. Damit schaffen Sie die Basis für die Zukunft des Landes. Aber sie alle brauchen dazu Ihre Hilfe.